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By Hans Magnus Enzensberger

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Führen und verkaufen mit der Kraft der Ordnung: Mit den Regeln der Benediktiner zu klaren Strukturen im Tagesgeschäft

Geordnete Vertriebsprozesse sind in vielen Unternehmen eher die Ausnahme als die Regel. Oft regieren Zufall und Beliebigkeit. Verkaufen ist eben Glückssache – oder doch nicht? „Führen und verkaufen mit der Kraft der Ordnung“ zeigt, wie Sie die Regeln der Benediktiner auf Ihren Vertrieb übertragen und mithilfe von Standardprozessen den Erfolg Ihrer Mannschaft erheblich steigern können.

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Durruti war illegal aus seinem Pariser Exil gekommen; er spazierte seelenruhig auf dem Hauptplatz von Bilbao herum, zusammen mit Jover, der einer seiner engsten Freunde war. Es war ein wichtiges Treffen, fast ein Kongreß, mit vielen Genossen, auch aus anderen Organisationen. Es waren auch die Sozialisten dabei. Ich erinnere mich, wie Durruti mit Largo Caballero diskutierte, dem Anführer der Sozialdemokratischen Partei, der später Ministerpräsident der Republik geworden ist. Juan Ferrer Ein naiver Versuch Unter den spanischen Anarchisten im Pariser Exil, die mit den Genossen zuhause Verbindung hielten, kam der Gedanke auf, die verhaßte Diktatur mit Waffengewalt zu schlagen.

Im Cafe Espahol auf dem Paralelo, diesem bevölkerten Boulevard, der nachts von Lichtern flammt, traf ich ganz in der Nähe des schrecklichen Barrio chino, in dessen modrigen Gassen es von Dirnen wimmelte, die in den Türöffnungen kauerten, Aktive, die sich für die nächste Schlacht rüsteten. Sie sprachen begeistert von denen, die dabei fallen würden, sie verteilten die Brownings, sie verhöhnten die ängstlichen Polizeispitzel am Nebentisch. Der Gedanke, Barcelona einzunehmen, war gefaßt; man studierte ihn in allen Einzelheiten.

Ohne Geld aber war nichts zu machen, und das Geld lag in den Banken. Damals glaubten manche, es wäre eine Ketzerei, wenn Leute wie wir, die gegen den Kapitalismus und das Geld waren, uns das Geld aus den Banken holten. Heute ist das die normalste Sache von der Welt geworden. Wir brauchten das Geld ja nicht für uns. Wir nahmen es, weil die Revolution Geld brauchte. Wir waren die ersten, damals in Spanien, die Erfinder sozusagen. Damals hieß es, das ist unmoralisch. Heute weiß jeder, es ist moralisch; damals hieß es ungerecht, heute weiß jeder, es ist gerecht.

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