Download Diffusion in Metallen: Platzwechselreaktionen by Wolfgang Seith PDF

By Wolfgang Seith

Zu einem bekannten Vorlesungsversuch wird eine Lösung von Kupfersulfat mit reinem Wasser überschichtet und das Ganze sich selbst überlassen. Zunächst besteht zwischen der blauen Lösung und dem Wasser eine scharfe Grenze. Schon nach wenigen Tagen läßt sich ein Vordringen der blauen Farbe des Kupfersulfates nach oben, additionally dem Schwerefeld entgegen, beobachten. Diese Erscheinung bezeichnen wir als Diffusion. Jedes flüssige process, das aus mischbaren Kom­ ponenten besteht und sich in einem abgeschlossenen Raume konstanter 'l'emperatur befindet, strebt nach dem Ausgleich der Konzentration. Es wird nun häufig angenommen, daß der Ausgleich verschiedener Konzentrationen und ein damit verbundener Energiegewinn die ein­ zige treibende Kraft der Diffusion sei. Das ist jedoch nicht so, wie sich an einem Gedankenexperimt::nt leicht zeigen läßt. guy stellt sich ein Gefäß vor, in dem sich eine Salzlösung befindet, deren Konzentration an allen Stellen die gleiche ist. Durch eine Scheidewand wird dieses Gefäß in zwei gleich große Räume 1 und 2 geteilt. Wir nehmen nun weiter an, wir könnten die gelösten Ionen sehen und diejenigen kenn­ zeichnen, die sich im Raume 1 befinden. Da sich alle Ionen in völlig regelloser Wärmebewegung befinden, werden sie, nachdem wir die Zwischenwand entfernt haben, auch von einem Raume in den anderen übertreten. Nach einer bestimmten Zeit werden durchschnittlich je die Hälfte der gekennzeichneten Ionen in den Räumen 1 und 2 sein. Mit dem Eintreten des Konzentrationsausgleiches hört demnaC'h die Dif­ fusion nicht auf, sondern sie entzieht sich nur der unmittelbaren Be­ obachtung.

Show description

Read or Download Diffusion in Metallen: Platzwechselreaktionen PDF

Best german_4 books

Additional resources for Diffusion in Metallen: Platzwechselreaktionen

Example text

Aus den ersten beiden Rechnungen resultieren nur 2100 caljMol, während SEITH und KÜPFERLE 2700 cal /Mol angeben . Die Bestimmung der DK der Emanation aus dem Emaniervermögen von Pulvern wird ebenfalls von ZIMENS [53] besprochen. Unter der Voraussetzung, daß die Emanation zunächst gleichmäßig in den Körnern verteilt ist, trennt er die beiden Anteile, die durch Rückstoß und die durch Diffusion nach außen gelangen. Er schätzt dabei, daß man nach dieser Methode bis zu den extremen Werten von 10- 30 cm 2 sec- 1 messen kann.

Die Lage der Probe ist aus Abb. 15 er~ichtlich. Der Schiebedeckel wird nun so bewegt, daß die Kante sich in einer bestimmten Entfernung Xl von der aktivierten Stirnfläche befindet. 15. Methode der Messung der Selbstdlfluslon. ) linke Seite geschoben und in eine Lage x 2 (vgl. Abb. 15) gebracht, daß die nun gemessene Aktivität 1 2 gleich der Aktivität 1 1 ist. Die Rechnung liefert für 11 und 1 2 die folgenden Beziehungen: x, 1 1 = ba10 y~ J e-~Id~ 2YDt o (26) x. (27) 3. Untersuchungsmethoden. 30 [Lit.

Untersuchungsmethoden. [Lit. S. 36. Diese einfache Anordnung setzt voraus, daß während des Diffusionsversuches schädliche Gase ferngehalten werden. In manchen Fällen hat man mit der Zugabe von Ammoniumchlorid zum Metallpulver gute Erfahrungen gemacht. Nach dem Versuch kann das Pulver unter Umständen zu einem kompakten Stück zusammengeschweißt sein, wird sich aber im allgemeinen gut von dem Versuchsstück trennen lassen. Liegen beide Proben in ]'orm von bearbeitbaren Stücken vor, so kann man sie, wie Abb.

Download PDF sample

Rated 4.26 of 5 – based on 40 votes